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Der Schutzdienst- Auch ein Teil der Vielseitigkeitsprüfung
 
Der Schutzdienst wird heutzutage von vielen Seiten kritisch betrachtet und ist -nicht zuletzt durch die Presse - ein wenig in Verruf geraten. Aber was ist “Schutzdienst” überhaupt ? Viele Leute meinen , die Hunde würden “scharf “ gemacht und zu unkontrolierbaren Beißern augebildet . Sicherlich gibt es auch veranwortungslose Hundehalter , die Mittel und Wege finden , ihren Hund vom rechten Weg abzubringen und sie zu echten Beißern zu erziehen , das hat mit Schutzdienst und Schutzhundesport allerdings nichts zu tun . Beim Schutzdienst geht es vielmehr darum , die natürlichen Triebe des Hundes kontrollieren zu können . Das Jagen und erlegen von Beute ist ein Urinstink eines jeden Hundes .Bei manchen Rassen ist dieser Instinkt stärker ausgeprägt , bei manchen weniger . Die Gebrauchshunde , wie zum Beispiel der Deutsche Schäferhund , sind ursprünglich gezüchtet worden , um zu arbeiten . Sei es zum Hüten von Schafen , als Fährtenhunde zur Jagdt oder eben auch als Schutzhund zur Verteidigung von Haus und Hof.Der Schutzdienst ist - neben der Fährtenarbeit und der Unterordnung - der dritte Teil der Vielseitigkeitsprüfung ( VPG ) oder auch Schutzhundprüfung (SchH) .Was dabei passiert , ist lediglich nichts anderes , als den Hund kontrolliert seine Triebe ausleben zu lassen . So wird der Jagdtinstinkt des Hundes auf eine von uns bestimmte Beute kanalisiert . Der Hund bekommt eine Beute vorgesetzt - anfangs einen Lappen , oder eine Beißwulst , später dann den eigentlichen Hetzarm - an den er sich austoben darf .Es werden der Spieltrieb und der Beutetrieb des Hundes angesprochen , die der Hund dann unter strenger Aufsicht kontrolliert ausüben darf .Dem Hund wird also beigebracht , auf die Beute zu reagieren und nicht auf den Menschen , der die Beute bewegt . Ist der Helfer einmal nicht im Besitz des Armels oder lässt ihn fallen , ist der Hund nicht etwa am Helfer interessiert , sondern an der Beute . Das ganze ist ein langer Lernprozess , in dem der Hund langsam an das Ziel herangeführt wird . nicht jeder Hund ist für diese Ausbildung geeignet . Der Schutzhund , für uns eher ein Sporthund , braucht ein sicheres Wesen , Selbstsicherheit und ein gutes Nervenkostüm , um den Anforderungen gerecht zu werden . Für die meisten Hunde bleibt der Schutzdienst auf dem Hundeplatz ein schönes Spiel. Da es sich um Beuteausbildung handelt , wird er dies im Alltag so nie gebrauchen , da unter anderem dort für ihn die Beute und die entsprechende Atmosphäre fehlen .Vorraussetzung für den Schutzdienst ist natürlich ein zuverlässiger Gehorsam des hundes .Erst wenn der gewährleistet ist , lässt sich der Hund auch im Schutzdienst leiten und lenken . Unsere Hunde werden über den Beutetrieb ausgebildet und werden deshalb nicht zu einem gefährlichen Hund gegenüber Menschen . Im Gegenteil , er hat eine Beschäftigung , ist ausgelastet und kann seine natürlichen Triebe bis zu einem gewissen Grad ausleben . Wir haben deshalb eher den zufriedenen und ausgeglichenen Hund , der gehorcht und deshalb zu keinem gefährlichen Hund wird
Unsere Schutzhunde sind zudem überwiegend Familienhunde , mit denen in der Regel jeder Problemlos umgehen kann . Der Hund kann sehr genau unterscheiden zwischen Familienleben und Ausbildung auf dem Platz .Ziel ist es immer , einen sozialverträglichen Hund zu haben .
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